Yamaha YAS-306 Test – Allrounder mit kleinen Schwächen

Yamaha YAS-306
7.975

Preis-Leistung

8/10

    Bedienung

    8/10

      Klang

      8/10

        Ausstattung

        8/10

          Vorteile

          • Streaming per Bluetooth, Apple AirPlay oder Yamaha MusicCast
          • Optionaler Subwoofer-Anschluss
          • Zusätzliche Optimierungs-Möglichkeiten per Smartphone App

          Nachteile

          • Fehlende HDMI-Schnittstelle
          • Kein Display, lediglich LEDs
          • Wenige Einstellungsmöglichkeiten

          Multiroom-Musik-Streaming steht derzeit hoch im Kurs. Mit der Yamaha YAS-306 präsentiert das japanische Unternehmen nun eine streamingfähige Soundbar, welche unter anderem mit 7.1 Surround-Sound, internem Subwoofer und hochwertiger Optik daherkommt. Hierbei können Käufer zwischen einer schwarzen und silbernen Farbvariante wählen. Wir haben Yamahas neueste Klangleiste getestet und verraten, ob die Anschaffung sich lohnt.

          Gesamtansicht der Yamaha YAS-306

          Erster Eindruck

          Musik streamen via Bluetooth, Apple AirPlay oder über Yamaha MusicCast vom PC, Mac oder NAS direkt auf die eigene Musiksammlung zugreifen. Der Wiedergabe favorisierter Abspielmedien sind mit der Yamaha YAS-306 nahezu keine Grenzen gesetzt.
          Die Soundbar besitzt keinen HDMI-Anschluss, dafür sind – neben den kabellosen Übertragungsmöglichkeiten – ein optischer, koaxialer und analoger Audioeingang mit an Bord. Besonders positiv: Dank koaxialem Sub-Anschluss kann das Klangbild (optional) um einen externen Subwoofer ergänzt werden.

          Auf der Oberseite befinden sich die wichtigsten Bedienelemente: Lautstärkeregler, Input-, WiFi- und Stumm Taste. Mit Hilfe von Status-LEDs werden Informationen bezüglich der Eingabequelle und Lautstärke vermittelt. Durch das fehlende Display gestaltet sich die Bedienung jedoch etwas anstrengend.

          Die Yamaha YAS-306 wirkt elegant, hochwertig und leistungsstark. Ihr minimalistisches Design passt sich perfekt jeder Umgebung an. Mit einer Länge von 95 cm zählt die Soundbar jedoch zu den größeren Vertretern ihrer Zunft. Wir empfehlen daher die Positionierung unter einem Fernseher mit mindestens 40 Zoll Bildschirmdiagonale. Alternativ kann die 4.9 kg schwere Klangleiste auch an einer Wand montiert werden.


          Technische Daten

          • Ausgangsleistung: 120 Watt
          • Kanäle: 7.1
          • Ein-/Ausgänge: Optischer, koaxialer und analoger Audioeingang, Wi-Fi, Ethernet, Sub-Anschuss, Bluetooth, Apple AirPlay, MusicCast
          • Größe Haupteinheit: 95,0 x 72,0 x 13,1 cm
          • Gewicht: 4,9 kg

          Sound

          Klanglich weist die YAS-306 eine Besonderheit auf, welche wir bisher bei keiner anderen Soundbar beobachten konnten: Mit Hilfe der beiliegenden Fernbedienung können die Klangeigenschaften leider nur in begrenztem Umfang konfiguriert werden! – Wer das volle Potential ausschöpfen möchte, muss sein Smartphone zur Hand nehmen und mit der MusicCast App weitere Einstellungsmöglichkeiten aufrufen.
          Weswegen Yamaha diesen (etwas umständlichen) Weg gegangen ist, können wir uns dennoch nicht erklären.

          Ebenfalls außergewöhnlich sind die wenigen Einstellungsmöglichkeiten, die für eine Klangleiste in dieser Preisklasse etwas dürftig ausfallen. Neben Surround, Stereo, Bass Extension und Clear Voice sind keine weiteren Modi auswählbar. Ob und wann Yamaha hier in Zukunft per Software-Update nachrüstet, ist leider nicht bekannt.

          Es gibt dennoch auch Positives zu berichten. Die Soundbar klingt wirklich gut und produziert ein ausgewogenes Klangbild, welches optimal durch glasklare Höhen, Mitten und Tiefen ergänzt wird. Ebenfalls überzeugen konnte die Air Surround Xtreme Technologie. Diese erzeugt mittels komplexer Algorithmen authentischen 7.1 Surround Sound und sorgt – auch ohne aufwändige Lautsprecherinstallation und Installation – für mehr Volumen.
          Im direkten Vergleich mit Konkurrenzprodukten von Sony, Samsung und Co. muss Yamaha zukünftig aber noch eine Schippe drauflegen, um nicht den Anschluss zu verlieren.


          Fazit

          In unserem Soundbar Test hat die Yamaha YAS-306 sich in allen Bereichen hervorragend präsentiert und zählt mit ihrem Gesamtpaket definitiv zu den derzeit besten Soundbars im mittleren Preissegment. Nicht zeitgemäß sind das Fehlen von HDMI und Display.

          Die größte Konkurrenz kommt jedoch aus den eigenen Reihen:

          Die YSP-1600 ist minimal teurer, besitzt ähnliche Funktionen und verfügt über einen HDMI 2.0-Eingang. In puncto virtuell Surround-Sound hat die Soundbar ebenfalls leicht die Nase vorn. Sofern Sie einen HDMI-Anschluss benötigen, stellt die YSP-1600 eine echte Alternative dar. Andernfalls können Sie getrost zur hier getesteten YAS-306 greifen.

          Yamaha YAS-306 Black MusicCast 7.1 Soundbar schwarz

          Preis: EUR 365,00

          4.1 von 5 Sternen (31 Bewertungen)

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